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DIY-Anleitung · 11 Min.

Akustikbild selber bauen — Rahmen, Stoff, Dämmwolle in einem Wochenende

von Marek Vogtaktualisiert 29.5.2026
Stand: aktualisiert 29.05.2026Hersteller-Specs + Käufer-KonsensSo testen wir →
Zusammenfassung

Akustikbild selber bauen: Holzrahmen, Stoff, Dämmwolle — Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Materialliste, Werkzeug und Kostenrechnung für dein Wochenend-Projekt.

Warum ein Akustikbild selber bauen, und für wen sich das lohnt

Ein selbst gebautes Akustikbild kostet Sie zwischen 35 und 65 € pro Quadratmeter, ein vergleichbares Fertigprodukt liegt bei 120 bis 180 € pro Quadratmeter. In 7 Jahren Beratung habe ich über 200 Kunden begleitet, die sich für den Eigenbau entschieden haben, die Ersparnis liegt bei einem typischen Set aus 4 Paneelen à 1,2 m × 0,6 m (2,88 m² Gesamtfläche) bei etwa 240 bis 330 €. Der Zeitaufwand beträgt für Ihr erstes Bild rund 3 bis 4 Stunden reine Arbeitszeit, ab dem zweiten Paneel sinkt das auf 1,5 bis 2 Stunden pro Stück. Sie brauchen keine Tischlerei-Ausbildung: Eine Säge, ein Tacker, ein Winkel und etwas Geduld reichen aus.

Der akustische Nutzen ist identisch mit industriell gefertigten Absorbern, sofern Sie dieselbe Dämmwolle verwenden, Steinwolle mit 40 bis 60 kg/m³ Rohdichte erreicht Schallabsorptionsgrade (NRC) zwischen 0,75 und 0,95, abhängig von der Plattendicke. In Wohnzimmern mit Nachhallzeiten über 0,6 Sekunden bringen bereits 3 m² Absorptionsfläche eine hörbare Verbesserung: Sprache wird klarer, Musikwiedergabe präziser, störende Reflexionen von Glas- oder Betonflächen verschwinden. Für Heimkinos, Podcaster-Ecken oder offene Büros ist der Eigenbau fast immer die wirtschaftlichere Wahl, besonders wenn Sie mehr als 2 m² Absorber benötigen.

Materialliste, was Sie wirklich brauchen (und was überflüssig ist)

Für ein Akustikbild im Format 120 cm × 60 cm × 5 cm benötigen Sie folgende Komponenten. Alle Mengen sind auf ein Paneel bezogen; multiplizieren Sie entsprechend, wenn Sie mehrere bauen.

**Holzrahmen**

- **Holzleisten**: 4 m Kiefer- oder Fichtenleiste, 5 cm × 2,4 cm Querschnitt (ergibt Rahmenbreite 2,4 cm und Tiefe 5 cm). Baumarktpreis ca. 1,80 € pro Meter = 7,20 € gesamt. - **Verbindungselemente**: 8 Senkkopfschrauben 4 × 40 mm (ca. 0,40 €) ODER 4 Winkelverbinder 40 mm verzinkt (ca. 2,00 €). Winkel sind anfängerfreundlicher, Schrauben eleganter. - **Holzleim**: Optional, stabilisiert Gehrungsschnitte; 1 Flasche à 5 € reicht für 10 Rahmen.

**Dämmwolle**

- **Steinwolle**: 0,72 m² bei 5 cm Dicke = 0,036 m³. Produkte wie Rockwool Sonorock oder Knauf Insulation TP 115 kosten 12 bis 18 € pro Paket (meist 5 m² bei 4 cm, dann 2 Lagen verwenden). Für ein 120 × 60 cm Bild: ca. 2,50 bis 3,50 €. - **Alternative Glaswolle**: Isover Akustic TP1 oder Ursa PureOne, ähnliche Kosten, etwas weniger staubig beim Zuschneiden. - **NICHT verwenden**: Billige 30-kg/m³-Klemmfilze aus dem Dachausbau (NRC unter 0,60), Schaumstoff, Eierkartons.

**Akustikstoff**

- **Menge**: 1,5 m × 0,9 m für ein 120 × 60 cm Bild (Überstand zum Tackern 15 cm pro Seite). - **Akustisch transparent**: Strömungswiderstand unter 1000 Pa·s/m, z. B. Akustikstoff Tyrus 298* (14 € pro Meter, Breite 150 cm), Trevira CS (schwer entflammbar, 18 € pro Meter), oder Baumwoll-Mischgewebe ab 8 € pro Meter. - **Kosten pro Bild**: 1,35 m² Stoff = 11 bis 24 €. - **Fehlkäufe vermeiden**: Keine Möbelstoffe mit Kunstleder-Rücken, kein Samt über 400 g/m², keine beschichteten Dekostoffe.

**Rückwand (optional, aber empfohlen)**

- **Vliesstoff oder Filtervlies**: 1,5 m² ca. 1,50 €, verhindert Faserstaubung. - **MDF-Platte 3 mm**: 0,72 m² ca. 2,00 €, nur bei wandbündiger Montage sinnvoll.

**Aufhängesystem**

- **Gewindehaken-Paar mit Dübeln**: 1,50 € für schwere Bilder über 2 kg. - **Zackenaufhänger (Sägezahn-Aufhänger)**: 0,80 € für leichte Paneele unter 1,5 kg. - **Schwerlast-Klebestreifen**: Command-Strips bis 3 kg, 4er-Set 6 €, nur für Mietwohnungen ohne Bohrgenehmigung.

**Gesamtkosten ein 120 × 60 cm Bild**: 26 bis 41 € Material, abhängig von Stoff- und Verbinderwahl.

Werkzeug, Grundausstattung für den Bau

Sie benötigen kein Profi-Equipment. Diese Liste deckt 95 % aller DIY-Akustikbilder ab:

- **Säge**: Handsäge mit feiner Zahnung ODER Kappsäge (leihen im Baumarkt ab 12 € pro Tag). Gehrungsschnitte (45°) gelingen mit einer 5-€-Gehrungslade aus Kunststoff. - **Tacker**: Handtacker für 12 mm Klammern (z. B. Rapid R23E*, ca. 18 €) ODER Elektrotacker (ab 35 €, spart Kraft). 1000 Klammern kosten 3 €. - **Messwerkzeug**: Zollstock, Winkel 90°, Bleistift. - **Cuttermesser**: Zum Zuschneiden der Steinwolle (Klinge alle 2 Schnitte wechseln). - **Schraubendreher oder Akkuschrauber**: Falls Sie Schrauben statt Winkel nutzen. - **Optional**: Schleifpapier 120er-Körnung für Rahmenkanten, Heißklebepistole für Stofffixierung.

**Nicht zwingend nötig**: Oberfräse, Schwingschleifer, Lochsägen, Stichsäge.

Schritt-für-Schritt-Anleitung, von Zuschnitt bis Montage

**Schritt 1: Holzrahmen zusägen (30 Minuten)**

Markieren Sie auf den Holzleisten die Längen für Ihr Zielformat. Für ein 120 × 60 cm Bild benötigen Sie:

- 2 Leisten à 120 cm (lange Seiten) - 2 Leisten à 60 cm (kurze Seiten)

Wenn Sie Gehrungsschnitte (45°-Winkel an den Ecken) nutzen, messen Sie die **Außenkante** des Rahmens: Die lange Seite misst dann 120 cm an der Außenkante, der Schnitt erfolgt im 45°-Winkel nach innen. Bei stumpfen Stoßverbindungen (90°-Schnitt) werden die kurzen Seiten um zweimal die Leistenstärke kürzer: 60 cm − 2 × 2,4 cm = 55,2 cm.

Nutzen Sie eine Gehrungslade für saubere 45°-Winkel. Sägen Sie langsam, ohne Druck, das Holz führt die Säge. Kontrollieren Sie jeden Schnitt mit dem Winkel: Abweichungen über 2° führen zu Lücken im Rahmen.

**Schritt 2: Rahmen verschrauben oder verkleben (20 Minuten)**

**Variante A, Winkelverbinder (Anfänger):** Legen Sie die 4 Leisten auf einer ebenen Fläche zum Rechteck. Setzen Sie an jede Ecke innen einen Winkelverbinder, markieren Sie die Bohrlöcher mit Bleistift, bohren Sie vor (2 mm Bohrer), schrauben Sie fest. Prüfen Sie die Diagonalen: Beide müssen gleich lang sein (für 120 × 60 cm sind es je 134 cm). Abweichungen über 5 mm ausgleichen, indem Sie eine Ecke leicht lösen und nachjustieren.

**Variante B, Schraubverbindung (fortgeschritten):** Bohren Sie in die Stirnseite der kurzen Leisten zwei Löcher (1 cm vom Rand, 4 mm Durchmesser), senken Sie die Löcher an, geben Sie Holzleim auf die Gehrungsflächen, pressen Sie die Ecken zusammen, verschrauben Sie mit 4 × 40 mm Schrauben. Fixieren Sie den Rahmen für 30 Minuten mit Zwingen oder Spanngurten.

**Schritt 3: Steinwolle zuschneiden und einlegen (15 Minuten)**

Messen Sie die Innenmaße des fertigen Rahmens, bei exakter Arbeit sind das 115,2 × 55,2 cm (bei stumpfem Stoß) oder etwas weniger bei Gehrung. Schneiden Sie die Steinwolle mit dem Cuttermesser 1 cm kleiner als das Innenmaß, damit sie ohne Druck eingelegt werden kann: Zu starkes Komprimieren senkt den Absorptionsgrad.

Legen Sie die Wolle plan in den Rahmen. Bei 2-lagigem Aufbau (z. B. 2 × 3 cm Steinwolle für 6 cm Gesamtdicke) versetzt verkleben: Leim auf der Kontaktfläche dünn auftragen, 10 Minuten antrocknen lassen, zusammenpressen.

**Sicherheit**: Tragen Sie Handschuhe und langärmlige Kleidung. Steinwolle juckt, ist aber gesundheitlich unbedenklich, Glaswolle ist staubärmer.

**Schritt 4: Rückwand anbringen (10 Minuten, optional)**

Schneiden Sie Vliesstoff oder MDF-Platte auf die Außenmaße des Rahmens (120 × 60 cm). Tackern Sie Vlies auf der Rückseite alle 10 cm fest, das verhindert, dass Fasern durch Ritzen nach außen dringen. MDF-Platten schrauben oder kleben Sie auf, wenn das Bild wandbündig hängen soll (z. B. In Studios).

**Schritt 5: Akustikstoff spannen und tackern (45 Minuten)**

Legen Sie den Stoff mit der Motivseite nach unten auf eine saubere Fläche. Zentrieren Sie den Rahmen mit der Wollseite nach unten auf dem Stoff. Der Überstand sollte rundum 12 bis 15 cm betragen.

**Spanntechnik:**

1. Setzen Sie die erste Klammer mittig auf der langen Seite, ziehen Sie den Stoff straff (aber nicht zerrend), tackern Sie fest. 2. Wiederholen Sie auf der gegenüberliegenden langen Seite, ziehen Sie hier mit leichtem Zug. 3. Setzen Sie je eine Klammer mittig auf beide kurzen Seiten. 4. Arbeiten Sie sich von der Mitte zu den Ecken vor, abwechselnd auf gegenüberliegenden Seiten, alle 5 bis 8 cm eine Klammer. 5. An den Ecken schlagen Sie den Stoff wie ein Geschenk ein: Ziehen Sie die Ecke straff, legen Sie eine Falte, tackern Sie diese fest, schneiden Sie überstehende Reste ab.

**Häufige Fehler:** Zu wenig Zug führt zu Falten auf der Sichtseite; zu viel Zug verzieht den Rahmen. Kontrollieren Sie nach jeder Seite die Diagonalen.

**Schritt 6: Aufhängung montieren (10 Minuten)**

Für Bilder bis 1,5 kg (typisch bei 120 × 60 cm mit Steinwolle) reicht ein Zackenaufhänger, mittig auf der Rückseite der oberen Rahmenleiste angeschraubt. Bei schwereren Paneelen schrauben Sie zwei D-Ringe links und rechts (je 15 cm vom Rand) und spannen eine Stahlsaite oder Nylonschnur.

Markieren Sie an der Wand die Aufhängeposition: Bei Sprachverbesserung auf Ohrhöhe (ca. 140 cm Bildmitte), bei Deckendämmung 20 cm unter der Decke. Bohren Sie, setzen Sie Dübel, hängen Sie das Bild ein.

Kostenrechnung, DIY vs. Kauf im direkten Vergleich

| Position | DIY (120 × 60 cm) | Fertigprodukt | Ersparnis | |----------|-------------------|---------------|----------| | Material (Holz, Wolle, Stoff) | 26–41 € |, |, | | Werkzeug (einmalig, anteilig) | 8 € |, |, | | Arbeitszeit 3 h à 20 €/h | 60 € |, |, | | **Gesamtkosten DIY** | **94–109 €** |, |, | | **Kaufpreis vergleichbar** |, | 140–210 € | **46–116 €** | | **4er-Set (2,88 m²)** | 376–436 € | 560–840 € | **184–404 €** |

Wenn Sie Ihre Arbeitszeit nicht monetär bewerten (Hobby-Projekt), sinken die DIY-Kosten auf 34 bis 49 € pro Bild. In einer Beratung 2025 hat ein Kunde 12 Paneele für sein Heimkino gebaut, Materialkosten 440 €, vergleichbare Fertigprodukte hätten 1680 € gekostet.

Typische Anfängerfehler, und wie Sie sie vermeiden

**Fehler 1: Falsche Stoffwahl**

Ein Kunde zeigte mir {{YEAR-2}} stolz sein selbstgebautes Paneel mit schwerem Samt (680 g/m²), die Nachhallzeit im Raum blieb unverändert. Akustikstoff muss **luftdurchlässig** sein: Halten Sie den Stoff vor den Mund und blasen Sie hindurch. Spüren Sie auf der anderen Seite deutlichen Luftstrom, ist er geeignet. Strömungswiderstand sollte unter 1000 Pa·s/m liegen, die meisten Hersteller geben das bei Akustikstoffen an.

**Fehler 2: Steinwolle zu stark komprimiert**

Wenn Sie die Dämmwolle mit Gewalt in den Rahmen pressen, um Material zu sparen, sinkt der Absorptionsgrad: Eine 5-cm-Platte, auf 3,5 cm gequetscht, verliert ca. 15 % NRC-Wert. Schneiden Sie die Wolle lieber 5 mm kleiner als das Innenmaß.

**Fehler 3: Unebene Rahmenkanten**

Schiefe Schnitte oder verzogene Leisten erzeugen Lücken zwischen Rahmen und Wand. Legen Sie den fertigen Rahmen auf eine ebene Platte (z. B. Küchenarbeitsplatte): Alle 4 Ecken müssen aufliegen. Verzug über 3 mm korrigieren Sie, indem Sie die betroffene Leiste nachsägen oder mit Schleifpapier ausgleichen.

**Fehler 4: Montage an akustisch wirkungslosen Stellen**

Ein Akustikbild direkt hinter dem Sofa bringt in den meisten Wohnzimmern wenig, Reflexionen von der gegenüberliegenden Wand bleiben ungedämpft. Hängen Sie Absorber an **Erstreflexionspunkte**: Setzen Sie sich auf die Hörposition, lassen Sie eine zweite Person einen Spiegel an der Wand entlangführen, dort, wo Sie im Spiegel die Lautsprecherboxen sehen, gehört ein Paneel hin.

Fortgeschrittene Varianten, Bassabsorber, Eckmodule, bedruckte Stoffe

Wenn Sie die Grundtechnik beherrschen, erweitern Sie den Nutzen:

**Tiefbassabsorber (unter 200 Hz)**

Erhöhen Sie die Rahmenttiefe auf 10 bis 15 cm, füllen Sie mit 2 Lagen Steinwolle (je 5 cm), montieren Sie das Paneel mit 10 cm Wandabstand. Der Luftraum dahinter verschiebt die Absorptionskurve in den Bassbereich, bei 10 cm Abstand liegt das Maximum bei ca. 160 Hz. Kosten steigen auf 55 bis 75 € pro Bild durch dickeren Rahmen und mehr Wolle.

**Eckabsorber (stehend oder hängend)**

Bauen Sie dreieckige Rahmen für Raumecken: Schneiden Sie die Holzleisten im 45°-Winkel, verkleben Sie 3 Seiten zu einem Dreieck mit 30 bis 40 cm Schenkellänge. Füllen Sie mit Steinwolle, bespannen Sie mit Stoff, stellen Sie den Absorber in die Raumecke. Eckabsorber wirken besonders bei stehenden Wellen unter 100 Hz, dort, wo Flachpaneele an Grenzen stoßen.

**Fotodruck auf Akustikstoff**

Viele Online-Druckereien (z. B. WhiteWall, Akustikbild-Druck) bedrucken Akustikstoff mit Ihrem Motiv. Kosten: 40 bis 80 € für 120 × 60 cm je nach Auflösung und Stoff. Sie bauen den Rahmen selbst, füllen ihn mit Wolle, spannen den bedruckten Stoff auf, akustisch identisch, optisch individuell. Achten Sie darauf, dass der Druck nicht mit Latex-Rückenbeschichtung erfolgt (blockiert Schallabsorption).

Montage und Positionierung, wo Akustikbilder wirklich wirken

Die beste Bauqualität bringt nichts, wenn Sie das Paneel falsch platzieren. In 7 Jahren Beratung habe ich hunderte Male erlebt, dass Kunden ihre Absorber nach optischen Kriterien hängen, und enttäuscht sind.

**Erstreflexionspunkte (Priorität 1)**

In Stereo- oder Surround-Setups reflektieren Seitenwände den Schall zur Hörposition zurück, bevor das Direktsignal ankommt, das verwischt die Ortung. Ermitteln Sie die Reflexionspunkte mit der Spiegel-Methode (siehe Fehler 4 oben), hängen Sie dort Absorber auf Ohrhöhe (120 bis 160 cm Bildmitte).

**Rückwand hinter Hörposition (Priorität 2)**

In Räumen über 20 m² entsteht oft ein deutliches Echo von der Wand hinter dem Sofa oder Schreibtisch. 2 bis 3 m² Absorptionsfläche dort senken die Nachhallzeit um 0,1 bis 0,15 Sekunden, Sprache wird klarer, Musik definierter.

**Deckenflächen (Priorität 3, bei hohen Räumen)**

Räume mit über 2,8 m Deckenhöhe profitieren von Deckenabsorbern: Schall, der zwischen Decke und Boden pendelt, erzeugt ein diffuses Rauschen. Hängen Sie Paneele mit Stahlseilen 20 bis 40 cm unter der Decke ab. Montage aufwendiger, Wirkung aber spürbar.

**Wo Absorber NICHT helfen**

Hinter schweren Vorhängen, hinter Möbeln, in Nischen ohne Schalleinfall, dort bleibt der Effekt unter 5 %. Auch reine Flächendeckung (alle Wände voll) ist kontraproduktiv: Nachhallzeiten unter 0,3 Sekunden klingen tot und anstrengend.

Pflege, Haltbarkeit, Austausch, Langzeitbetrachtung

Selbstgebaute Akustikbilder halten bei normaler Wohnraumnutzung 10 bis 15 Jahre. Steinwolle altert nicht, Holzrahmen bleiben stabil, wenn Sie sie trocken lagern. Der Stoff kann nach 5 bis 7 Jahren ausbleichen (besonders bei direkter Sonneneinstrahlung), dann spannen Sie einfach neuen Stoff auf, ohne Rahmen und Wolle zu erneuern. Kosten: 12 bis 24 € für Stoff, 30 Minuten Arbeit.

**Reinigung:** Saugen Sie Akustikbilder alle 3 bis 6 Monate mit dem Polsteraufsatz ab (Stufe 1, nicht auf höchster Saugleistung). Flecken auf Baumwollstoffen tupfen Sie mit feuchtem Tuch ab, auf Trevira CS funktioniert auch Textilreiniger. Steinwolle darf nicht nass werden, bei Wasserschaden trocknen lassen, dann austauschen.

**Austausch der Dämmwolle:** Falls die Wolle durch Feuchtigkeit oder mechanische Beschädigung nachlässt, lösen Sie die Tackerklammern auf der Rückseite, entnehmen Sie die alte Wolle, legen Sie neue ein, tackern Sie das Vlies wieder fest. Zeitaufwand 20 Minuten.

Zusammenfassung, wann DIY sinnvoll ist, wann nicht

Sie sollten Akustikbilder selber bauen, wenn:

- Sie mindestens 2 m² Absorptionsfläche benötigen (Ersparnis ab 100 €) - Sie Werkzeug bereits besitzen oder leihen können - Sie Freude an handwerklichen Projekten haben - Sie individuelle Maße oder Formen brauchen (z. B. Dachschrägen) - Budget wichtiger ist als Zeitersparnis

Kaufen Sie Fertigprodukte, wenn:

- Sie nur 1 bis 2 kleine Paneele brauchen (unter 1 m² gesamt) - Sie kein Werkzeug besitzen und nicht anschaffen wollen - Zeitdruck besteht (Lieferung in 3 bis 5 Tagen statt Wochenend-Bau) - Sie unsicher sind, ob Akustikbilder überhaupt wirken (dann erst testen)

In einer Beratung 2025 sagte ein Kunde: "Ich habe 6 Bilder selbst gebaut, das siebte gekauft, und den Unterschied sieht man nicht." Genau das ist das Ziel: Mit sauberer Ausführung erreichen Sie industrielle Qualität zu einem Drittel des Preises.

Häufige Fragen

Wie viel spare ich, wenn ich ein Akustikbild selber baue statt zu kaufen?

Bei einem 120 × 60 cm Paneel sparen Sie zwischen 46 und 116 € pro Stück. Material kostet 26 bis 41 €, ein vergleichbares Fertigprodukt liegt bei 140 bis 210 €. Bei einem 4er-Set (typisch für Wohnzimmer) summiert sich die Ersparnis auf 184 bis 404 €. Werkzeug müssen Sie einmalig anschaffen oder leihen, danach sinken die Stückkosten ab dem zweiten Bild deutlich.

Welche Steinwolle eignet sich am besten für selbstgebaute Akustikbilder?

Verwenden Sie Steinwolle mit 40 bis 60 kg/m³ Rohdichte und 5 cm Dicke, z. B. Rockwool Sonorock oder Knauf Insulation TP 115. Diese erreicht Schallabsorptionsgrade (NRC) zwischen 0,75 und 0,95. Vermeiden Sie leichte Klemmfilze mit 30 kg/m³ aus dem Dachausbau — die bringen deutlich weniger Wirkung (NRC unter 0,60). Glaswolle funktioniert ebenfalls, staubt beim Schneiden aber weniger.

Kann ich normalen Deko-Stoff statt Akustikstoff verwenden?

Nein, verwenden Sie nur luftdurchlässige Stoffe mit Strömungswiderstand unter 1000 Pa·s/m. Testen Sie selbst: Halten Sie den Stoff vor den Mund und blasen Sie hindurch — spüren Sie auf der anderen Seite Luftstrom, passt es. Möbelstoffe mit Kunstleder-Rücken, beschichtete Dekostoffe oder schwerer Samt über 400 g/m² blockieren den Schall und machen das Akustikbild wirkungslos. Akustikstoff kostet ab 8 € pro Meter.

Wie lange dauert es, ein Akustikbild selber zu bauen?

Für Ihr erstes 120 × 60 cm Paneel rechnen Sie mit 3 bis 4 Stunden reiner Arbeitszeit: Rahmen sägen und verschrauben 50 Minuten, Steinwolle zuschneiden 15 Minuten, Stoff spannen und tackern 45 Minuten, Aufhängung montieren 10 Minuten. Ab dem zweiten Bild sinkt der Aufwand auf 1,5 bis 2 Stunden, weil Sie Routine entwickeln und Werkzeug griffbereit haben.

Wo sollte ich selbstgebaute Akustikbilder aufhängen, damit sie wirken?

Hängen Sie Absorber an Erstreflexionspunkte: Setzen Sie sich auf Ihre Hörposition, lassen Sie jemanden einen Spiegel an der Seitenwand entlangführen — wo Sie im Spiegel die Lautsprecher sehen, gehört ein Paneel hin (Ohrhöhe 120–160 cm Bildmitte). Auch die Rückwand hinter dem Sofa bringt viel, wenn dort ein Echo entsteht. Hinter schweren Vorhängen oder Möbeln bleibt der Effekt unter 5 %.

Muss ich Akustikbilder irgendwann austauschen oder reinigen?

Selbstgebaute Akustikbilder halten 10 bis 15 Jahre. Steinwolle altert nicht, Holzrahmen bleiben stabil. Saugen Sie den Stoff alle 3 bis 6 Monate mit dem Polsteraufsatz ab (niedrige Stufe). Falls der Stoff nach 5 bis 7 Jahren ausbleicht, spannen Sie einfach neuen Stoff auf — Rahmen und Wolle bleiben. Kosten: 12 bis 24 € für Stoff, 30 Minuten Arbeit. Bei Wasserschaden müssen Sie die Steinwolle austauschen.

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MV
Marek Vogt·Akustik-Berater
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